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19.11.2018

Strom wird 2019 deutlich teurer

Lange Zeit war Ruhe beim Strompreis, doch jetzt wird es für viele Haushalte teurer. Zum Jahreswechsel wollen viele Versorger die Preise stark erhöhen. Verbraucherschützer kritisieren die Begründung.

Laut dem Portal "Verivox" kündigten 218 Versorger Preiserhöhungen im Dezember und zum 1. Januar an. Besonders betroffen seien bisher Baden-Württemberg und Hessen. "Check24" meldete 160 Stromversorger, die ihre Preise bereits erhöht oder Erhöhungen angekündigt hätten. Bei den beiden größten deutschen Stromversorgern Eon und der RWE-Tochter Innogy bleibt der Strompreis zunächst stabil, wie Sprecher beider Unternehmen sagten. Am kommenden Dienstag - sechs Wochen vor dem Jahreswechsel - endet die Ankündigungsfrist für mögliche Preiserhöhungen.

Unternehmen sprechen von hohen Einkaufspreisen

Die Versorger begründen die Preiserhöhungen mit gestiegenen Einkaufspreisen. Die Beschaffungskosten für Strom seien in den vergangenen zwei Jahren um mehr als die Hälfte gestiegen, teilte der Branchenverband BdEW mit. Auch der Anstieg der Preise für CO2-Emissionszertifikate erhöhe die Kosten. Kleinere Entlastungen bei anderen Bestandteilen des Strompreises könnten den Anstieg nicht ausgleichen. Laut der Bundesnetzagentur machen die Beschaffungskosten etwa 22 Prozent des Strompreises aus. Mehr als die Hälfte entfallen auf Umlagen, Steuern und Abgaben, ein knappes Viertel auf die Netzentgelte.

Verbraucherschützer kritisieren die Argumentation der Unternehmen. "Als vor einigen Jahren die Börsenpreise gesunken sind, haben die Versorger auf ihre langfristigen Verträge verwiesen und die Einsparungen nicht an ihre Kunden weitergegeben", sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding. Jetzt seien die Versorger bei steigenden Börsenpreisen schnell mit Preiserhöhungen dabei.

Quelle: www.tagesschau.de/wirtschaft/strom-preiserhoehung-101.html


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